Spätsommer

Ferienzeit

Während viele Luxemburger Ende August, Anfang September an die Schobermesse oder manche sogar schon an den Schulanfang denken, stehen für mich die alljährlichen Sommerferien auf dem Programm. 

 

Doch kann man sich als Sportler „Ferien“, respektive eine Trainingspause überhaupt gönnen? Ganz sicher,  es ist sogar ein Muss, damit sich die Akkus wieder vollends aufladen können. 

 

Vieles hängt natürlich auch von der Saisonplanung ab. Doch generell handhabe ich es so, dass ich die Saison in maximal 3 Abschnitte einteile, wobei für gewöhnlich jeder Abschnitt mit einem Höhepunkt, d.h. einem Abschlussrennen, meist ein grosses Trailrennen im Ausland oder einem wichtigen nationalen Rennen, endet. 

Die Saison selbst sollte man auch nicht in zu grosse, bzw. zu lange Abschnitte einteilen, da es sonst hinten raus an der nötigen Motivation für das Saisonende und den damit verbundenen Saisonhöhepunkt fehlen könnte.

Auf einen Saisonhöhepunkt lasse ich eine Auszeit folgen, welche ich, sollte das Rennen im Ausland stattfinden, mit Urlaub verbinde, was sowohl förderlich für die physische, wie auch für die mentale Regeneration ist. Ausserdem hat so die ganze Familie, sprich das Umfeld, welches einen auf dem oft mühsamen Weg das ganze Jahr über bis hin zum Saisonhöhepunkt unterstützt hat, während dieser Zeit der Saison zu hundert Prozent etwas von einem und man kann so jedermann glücklich machen.

 

 

Wer diese Methode, welche bei mir übrigens hervorragend funktioniert, konsequent anwendet, wird rasch merken, dass bereits nach weniger Zeit das Kribbeln und das damit verbundene Verlangen, erneut laufen gehen zu wollen, ein Drang welcher übrigens manchmal während einer oft zu langen und trainingsintensiven Saison in den Hintergrund rückt, schnell wiederkehrt. Aufpassen sollte man jedoch erfahrungsgemäss genau in jenen Augenblicken, da man oft das Gefühl hat, dass man eigentlich wieder losrennen könnte, dieser Schein jedoch tatsächlich trügt. Fängt man nämlich wieder zu früh an zu trainieren, läuft man mitunter Gefahr, dass der, vor allem durch ein grosses Trailrennen, stark belastete Bewegungsapparat, welcher nicht völlig regenerieren konnte, einen durch das Aufkommen einer Verletzung zu einer ungewollten Trainingspause zwingt. Ein zu früher erneuter Trainingsbeginn und somit eine eventuell ungenügende Pause,  kann darüber hinaus dazu führen, dass es einem bis zum Ende des nächsten Saisonabschnitts an der nötigen Motivation fehlt, welche jedoch unabdinglich für das Bewältigen eines gewissen Trainingspensums, und vor allem für eine Teilnahme an einem nächsten wichtigen grossen Rennen ist.  

 

Sollte man es dann dennoch nicht lassen können, während dem Urlaub auf Sport zu verzichten, kann man versuchen polysportiv zu werden, indem man sich in anderen Sportarten, wie Fahrradfahrer, Schwimmen oder Rollerskatesfahren oder, oder, oder … versucht, natürlich immer ohne zu übertreiben und nur nach Lust und Laune.

 

Leider liess meine Saisonplanung es, da im Herbst frühzeitig wichtige Rennen auf dem Programm stehen, in diesem Jahr nicht zu, meine eigentlichen Sommerferien mit einer Trainingspause zu verbinden, und so konnten meine Turnschuhe während dieses Sommerurlaub nur ab und wann den Flair des Sommerurlaubs geniessen :-).

About the author

Thierry Hubsch

Thierry Hübsch - 36 Jahre alt. Nachdem ich in meinen sportlichen Anfängen mehrere nationale Meistertitel in der Leichtathletik und im Duathlon sammeln konnte, wechselte ich 2011 zum Traillaufen und bin seitdem mehr oder weniger erfolgreich auf nationalen und internationalen Trailläufen unterwegs. Meine Philosophie: Was einfach ist, lässt einen schnell ermüden.

Mehr dazu wie Thierry zum Traillaufen kam