Späte Saison für Oliver Gorges

Teil 1: Es geht wieder los...

Nach meiner sechswöchigen Verletzungspause, bedingt durch einen Radsturz bei den Junioren Europameisterschaften in Kitzbühel, Österreich am 17. Juni, bin ich wieder einsatzbereit.

 

Durch meinen Sturz erlitt ich einen Kahnbeinbruch im Handgelenk. Glücklicherweise war der Bruch nicht verrutscht, sodass ich „nur“ 6-7 Wochen Pause machen musste. Ende Juli bekam ist dann grünes Licht von meinem Arzt, der auf Handkunde spezialisiert ist. Gleich tags drauf konnte ich mich also auf den Weg in ein Trainingslager machen, um die vergangenen Wochen wieder wett zu machen und mit dem Aufbau anzufangen. Jetzt bin ich dann auch schon für 3 Wochen unterwegs und werde 2 Wettkämpfe bestreiten.

 

Das Trainingslager wird von meinem Metzer Verein organisiert, und dient dazu mich optimal auf das dritte Rennen der ersten französischen Triathlonliga vorzubereiten. Für mich geht es vor allem darum, wieder einen Rythmus zu finden und in Form zu kommen. Durch meine Verletzung bin ich gezwungen, meine ganze Saison nach hinten zu verlegen und noch spät in der Saison Wettkämpfe zu bestreiten.

 

Das Trainingslager, ein Höhentrainingslager, findet in Avoriaz, Haute-Savoie, Frankreich auf einer Höhe von 1900m über dem Meeresspiegel statt. Dies sind extreme Bedingungen für einen Athleten. Viele Faktoren spielen eine Rolle. Zum einen variiert die Zeit der Akklimatisation und Eingewöhnung von Athlet zu Athlet. Zum anderen werden die Trainingseinheiten durch die Höhe viel schwieriger und auch anstrengender als auf normaler Ebene, da man mehr Sauerstoff braucht! Außerdem ist es schwieriger einzuschlafen, sodass die Nächte manchmal zum Tag werden können. Schlussendlich ist so ein Höhentrainingslager aber dennoch richtig erfolgreich. Die Effekte eines solchen Trainingslagers merkt man zwar erst nach etwa 2 Wochen, jedoch fühlt der Körper sich auf dieser Ebene besser als je zuvor. Als Einstieg ins Trainingsprogramm ist so ein Trainingslager allerdings nicht ganz einfach. :)

 

 

Die erste Woche im Trainingslager verlief dann doch sehr gut. Beim Schwimmen habe ich mich, auf Rat des Arztes, noch zurückgehalten, um kein Risiko einzugehen. Mit dem Fahrrad musste ich nur am Ende der ersten Ausfahrt Lehrgeld zahlen. Um zurück zu der Skistation Avoriaz zu gelangen, muss man jedes Mal einen Berg von 14km mit durchschnittlich 9% bewältigen. Dieser verlangte mir alles ab. Ich hatte weder Kraft noch genügend Druck auf der Pedale, was nach 6 Wochen Pause allerdings keine Schande ist. An den darauffolgenden Tagen fand ich meinen Rhythmus wieder und konnte nach 7 Tagen mit rund 360km wieder einiges nachholen. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass man in der Gegend nicht wirklich auf flachem Terrain fahren kann, sodass auch die beste Ausfahrt „nur“ einen 28km/h Schritt hatte. Die längste Ausfahrt von 107 km mit insgesamt 3 Bergen der ersten Kategorie bewältigte ich in 5h, und ich konnte mich danach zufrieden im Whirlpool erholen. :) Im Laufen gab es keine Besonderheiten für mich. Ich konnte hier alle vier Laufintervalle problemlos und in guten Zeiten bewältigen.

 

Teil 2 des Trainingslagers, sowie Olivers Plan für die restliche Saison findet ihr hier.

 

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About the author

Oliver Gorges

Mein Name ist Oliver Gorges, ich bin 17 Jahre alt und besuche derzeit das Sportlycée in Luxemburg-Cents. Ich betreibe seit mittlerweile sechs Jahren die Sportart Triathlon und gehöre seit zwei Jahren zum Elite Jugend Nationalkader. Ich nehme an vielen internationalen Rennen, u.a. Europameisterschaften, Europa Cups, usw. teil  und bin  in den letzten Jahren mehrfach Luxemburger Meister im Triathlon sowie Duathlon geworden. Meinen Sport betreibe ich auch international mehr oder weniger erfolgreich.