Fast 1 Jahr: das Ziel 100kg

Rückblick

Jetzt ist fast ein Jahr ins Land gegangen und das Abnehmen hat noch kein Tag weh getan. Es ist Zeit eine Bilanz zu ziehen. Was hat sich verändert? Was ist geschehen? Und wie sieht, jetzt kurz vor Ablauf des Jahres, ein erstes Fazit aus?

Vieles hat sich verändert. Ich habe noch immer Sport gemacht aber jetzt fällt es schon viel leichter. Ich schaffe es sogar meinen Sohn beim Basketball zu schlagen. Er als kleiner Wirbelwind, ist sehr schwer zu besiegen aber jetzt klappt es... manchmal.

Kleider

Zwei Konfektionsgrößen weniger. Also von Zelt zu Normal.

Früher ging ich mit Wehmut Kleider kaufen. Der Verkäuferin gab ich als Größen immer „Zelt“ an, dann wurde einmal gelacht und versucht mich in die Sachen hineinzustopfen. Was dann aber meistens misslang. Jetzt habe ich eine normale Konfektionsgröße und kann normal Einkaufen gehen. Und jetzt macht das auch enorm Spaß. Es gibt mehr Auswahl als schwarz und T-Shirts in 3XL.

Naja beim letzten Einkauf wollte die Verkäuferin mich noch im Slim-Hemd sehen. Bis sie dann selbst feststellen musste, dass Slim nicht passt. Aber beim Hemd passte „Modern“ das ist nicht das am weitesten geschnittene Hemd, es gibt noch einen Schnitt für Breitere.

Essen

Beim Essen hat sich auch sehr viel getan. Ich habe noch immer sehr gerne gekocht und gegessen. Aber eben oft mit Hilfsmittel, die ich jetzt komplett auf der Seite lasse. Ich musste vieles lernen und testen. Es hat sich aber herausgestellt, dass fast immer weniger, mehr ist. Das bedeutet zum Beispiel, es muss nicht immer ein Fertigbouillon sein, dezent gesalzenes Wasser tut es auch.

Wir verbrauchen in der Familie bei weitem viel mehr Gemüse und Obst.

Mehr als 3200 Kilometer

Sage und schreibe, weit über 3200 Kilometer habe ich in dieser Zeit zurückgelegt. Mit jedem Tag 10000 Schritte, was für mich um die 7,5-8 Kilometer sind. 3200 Kilometer, oder als ich diesen Text geschrieben habe: 3.923.357 Schritte; Das meint der Schrittmesser. Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses Gehen einen ganz großen Teil der Kalorien auf dem Gewissen hat.

Ich rechne damit, dass ich bis zum Ende des Jahres an die 3500 Kilometer hingelegt habe. Natürlich waren es nicht an jedem Tag 10.000 Schritte, aber fast immer.

Gesundheit

Mir geht es besser! Ich bin beweglicher, weniger schnell außer Atem; also einfach fitter. Das ist das was ich fühle.

Am Anfang dieser kleinen Serie, hatte ich vom Besuch beim Arzt geschrieben. Jetzt kurz vor dem Ende des Jahres, war ich noch einmal beim Hausarzt, um ein kleines medizinisches Fazit schließen zu können. Resultat: das Abnehmen hat nicht geschadet. Alle Werte waren vor dem Abnehmen in Ordnung und haben sich nicht verschlechtert. Es war also halles im grünen Bereich und bleibt auch so.

Sport

Eine Zeit habe ich mit versucht noch mehr Sport in meinen Alltag zu bekommen. Das hat ich aber als sehr schwierig erwiesen. Also habe ich hier ein wenig zurückgeschraubt und bleibe bei einem „normalen“ Pensum.

Jeden Tag die 10.000 Schritte.

Und einmal in der Woche einen zusätzlichen Sport: dieser Sport variert dann mit der Jahreszeit und dem Wetter. Das kann von fast allem sein: Sportklettern, Bouldern, Billiard, Joggen, Discgold oder …

Hier ist das Wichtigste: Es muss Spaß machen!

Besonders der Punkt Sport hat mich am allermeisten frustriert: Als ich das Pensum herabschraubte, schnellten die Pfunde wieder nach oben. Das dauerte dann wieder bis der Abwärtstrend wieder einsetzte.

Kochen und Essen

Meine „neues“ Hobby ist jetzt frisch Kochen. Es macht sehr viel Spaß die frischen Lebensmittel zu nehmen und in etwas zu verwandeln das immer sehr gut schmeckt. Hier muss ich leider zugeben, dass dieser Punkt zur Obsession wurde. Ich kaufe praktisch keine vorgefertigten Produkte, alles wird selbst gemacht. Das geht von der Mayonnaise über Ketchup, Suppen und Soßen quer durch den Garten. Ich musste seht viel Lernen und dieser Prozess geht immer noch weiter. Diese Welt hat mein Interesse entbrannt.

Meiner persönlichen Meinung nach, bringt es sehr viel mit sich auf vorgefertigte oder fertige Produkte zu verzichten. Aber ich gehe nicht mehr so gerne in ein „normales“ Restaurant; es schmeckt nicht mehr (Schade, dass die durchschnittliche Gastronomie so sehr auf Fertigprodukte zurückgreift.)

Ziel nicht erreicht

Das Ziel war tief gesteckt. Einfach mit „nur“ etwas mehr Bewegung und frischem, gesundem Essen fast 40 kg abzunehmen.

Es hat nicht geklappt. Es bleiben noch ungefähr 10 Kilo. Die sind dann wohl für 2019 :) 

About the author

Nico Brettner

Ech, Nico, kommen aus der Mëtt vun de 70er a liewe mat menger léiwer Fra an eisen 2 Kanner am Süden (just am Süde vu Lëtzebuerg).

Mat enger ganz grousser Portioun Optimismus (ech mengen do sinn ech als Kand an e Zauberdëppe voll Optimismus, getrollt) an ëmmer gudder Laun probéieren ech mäin Alldag als Hallefzäit Hausmann an Informatiker ze meeschteren.

Zënter ëmmer kämpfen ech mat Fieder a Bläistëft fir eng nach besser Welt a säit 2008 schreiwen an illustréieren ech Bicher an Artikelen.