Buergbrennen – Hinter den Kulissen

Wie viel Arbeit wirklich hinter dem Bau einer „Buerg“ steckt...

Wie jedes Jahr wurde auch dieses Jahr wieder der Winter vertrieben mit dem traditionellen Burgbrennen. Am 4. März war dann es wieder soweit. Die Pfadfinder, die Scoutes St. Jean, aus Dudelingen haben sich schon einige Wochen vorher Gedanken gemacht, welche Form das „Buergbrennen“ haben soll und welches Material dazu gebraucht wird. Dieses Jahr haben sie sich für einen Piraten-Mast entschieden.

 

Ich konnte ihnen etwas über die Schulter schauen, was sehr interessant war. Ich konnte somit nicht nur das traditionelle Abbrennen sehen, sondern auch den ganzen Aufbau der Burg, bzw. des Piratenmastes miterleben, zumindest teilweise.

Zuerst wurde der Hauptmast vorbereitet und hochgezogen. Danach wurden Holzpaletten, diverse Holzstücke, sowie alte Tannenbäume aus der Gemeine unten rund um den Mast gestapelt. Ganz zum Schluss wird die „Burg“ mit Heu ausgestopft.

 

As ich mittags zwischen 15 und 16 Uhr bei den Pfadfindern war um ihnen bei der Arbeit zuzuschauen, sah das Wetter sehr stürmisch und regnerisch aus. Trotz Wind und Regen haben die Pfadfinder fleißig weiter die Burg aufgestapelt und alles für das Fest vorbereitet. 

 

Natürlich gab es Überlegungen die Ess- und Getränkestände an einen windsicheren Ort zu verlagern und es stellte sich auch die Frage, ob bei schlechtem Wetter überhaupt viele Zuschauer kommen würden...

 

Gott sei Dank hat sich das Unwetter dann bis abends verzogen und das „Burgbrennen“ konnte wie geplant durchgeführt werden. 

 

Bei uns in Dudelingen gibt es einen Fackelzug, der von der Kapelle in Butschebuerg bis zum Feld auf dem die Burg steht - hinter dem Scouts-Home, verläuft. Die jungen Pfadfinder dürfen dann mit den Fackeln, selbstverständlich unter Aufsicht der Erwachsenen, die Burg anstecken. Natürlich muss man sich „matschsichere“ Kleidung anziehen. Ein bisschen Schmutz bleibt beim Burgbrennen einfach nicht aus. Aber die Kinder haben immer sehr viel Freude dabei, im Matsch zu spielen.

 

 

Ich persönlich finde das „Buergbrennen“ ein sehr schöner Brauch. Ich besuche das Event immer wieder gerne mit meinen Kindern. Und seitdem ich jetzt live mitansehen konnte wie viel Arbeit drin steckt, habe ich noch größeren Respekt vor der Arbeit der Pfadfinder. 

 

Ich möchte mich dann auch noch herzlich bei den Scoutes St. Jean bedanken, dass ich ihnen bei den Vorbereitungen zuschauen und Fotos machen durfte. Es war sehr interessant und hat mir viel Spaß gemacht. 

 

 

Alle Fotos vom Buergbrennen findet ihr hier...

About the author

Murielle Demuth-Wagener

Moien, mäin Numm as Murielle Demuth-Wagener, alias Murel. Ech si Mamm, Educatrice, Kënschtlerin, Bloggerin an nach Villes méi.

 

Op mengem Blog „Murel’s Corner“ schreiwen ech iwwert alles wat mech interesséiert an inspiréiert. Dat kënne flott Plazen oder kulturell Evenementer sinn. Heiansdo fannen ech och eng Persoun oder dat wat si meescht interessant an da kropen ech se mir fir en Interview. Um Rosportlife wäert ech och iwwer Kulturelles zu Lëtzebuerg schreiwen oder och mol iwwert eenzel Persounen. Ech hoffen ech hunn iech e bësse virwëtzeg gemaach. Vill Spaass beim Liesen.