10.000 Schritte pro Tag

Oder wie ich 7-8 Kilometer am Tag schaffe

Es wird oft empfohlen mindestens 10.000 Schritte am Tag zu machen. Das sind ungefähr 7 bis 8 Kilometer. Ist das nun viel? Ich habe es mir zum Ziel gesetzt, jeden Tag diese 10.000 Schritte zu machen. Und nein, ich zähle sie nicht. Ich lasse zählen. Ein Activity-Tracker zählt jetzt meine Schritte. Jeden Tag.

 

Also, die 10.000 Schritte sind eine allgemeine Empfehlung der Activity-Tracker. Aber jede Bewegung ist im Prinzip gut. Es gibt auch nur Vermutungen wo die Zahl 10.000 her kommt. Wahrscheinlich ist es einfach weil 10.000 sich gut anhört und nach viel klingt. Die Activity-Tracker gibt es schon seit 1964. Damals kamen zu den Olympischen Spielen die ersten Geräte in Japan auf den Markt und waren sehr beliebt. Wahrscheinlich hatte diese Beliebtheit auch viel mit der Olympiade zu tun.

 

Ein durchschnittlicher Mensch kommt nur auf 4.000 Schritte. Meine Bilanz war an normalen Bürotagen nicht besser. Auch Freunde und Bekannte haben während ein paar Tagen ihre Schritte gemessen. Alle Resultate waren in der gleichen Größenordnung, zwischen 3000 bis 5000 Schritte pro Tag. Die Friseurin bewegte sich erstaunlicherweise auch nicht mehr. In diesem Beruf arbeitet man zwar sehr viel im Stehen, macht aber macht unbedingt mehr Schritte als ein Bürohengst. Diese Erkenntnisse sind erschreckend. So wenig bewegen wir uns also im Alltag. Einer Studie (1) nach machen Menschen, die bewusst auf die modernen Errungenschaften verzichten, mindestens 14.000-18.000 Schritte am Tag.

 

Es ist natürlich eine Herausforderung jeden Tag diese Schrittzahl zu erreichen. Bei jedem Wetter und immer vor Mitternacht. Aber über die paar Wochen habe ich ein paar Strategien entwickelt das Pensum zu erreichen. In der Mittagspause kann ich schnell mal 5.000 machen. Oder beim Einkaufen, nicht den nächsten Parkplatz nehmen, sondern etwas weiter, ohne Probleme einen Platz finden. So bleiben am Feierabend oft nur noch ein paar tausend Schritte, die dann schnell erledigt sind. Natürlich hat das Plus an Bewegung auch positive Effekte auf die Ausdauer und Laune.

 

Zurück zu meinem Activity-Tracker. Durch die App erhalte ich Informationen über die bisher gelaufene Strecke. So habe ich nach wenig mehr als einem Monat 330 km erlaufen, was der Küstenlänge der Insel Oahu entspricht. Natürlich informiert die App wo diese Insel liegt, denn bisher kannte ich dies Insel nicht. Es handelt sich um eine Insel des Staates Hawaii. Im Vergleich dazu führt das Umlaufen des Loch Ness‘ in Schottland mit nur etwa nur 100 Kilometer zu Buche.

 

Mir verlangt es aber nach wie vor viel Disziplin ab das Pensum von 10.000 Schritten jeden Tag zu erreichen. Mit einem ebenfalls motivierten Partner ist es jedoch um einiges einfacher. In den letzten anderthalb Monaten habe ich mein Tagespensum nur zweimal nicht erreicht. Ein Virus hatte mich für zwei Tage ins Bett verfrachtet. An diesen zwei Tagen war Schlaf einfach wichtiger.

 

Fazit ist: Das mehr an Bewegung tut unendlich gut und ist letztendlich doch nicht so schwer zu erreichen. Die Ausdauer nimmt trotz „nur“ spazieren zu und hilft beim Reduzieren des Gewichts.

 

Quellen:

  1. Bassett DR, Schneider PL, Huntington GE: Physical activity in an Old Order Amish community

 

An dieser Stelle sei auch noch erwähnt, das Nico sein Abnehmziel selbst formuliert hat und sich seine Vorgehensweise eigenständig erarbeitet. Er wird aber auch mitunter von Ernährungsberatern, so wie Coaches und einem Arzt in seinem Vorhaben begleitet und seiner Vorgehensweise beraten. Die, in seinen Artikeln beschriebenen Methoden, sei es sportlicher Natur oder in Ernährungssachen hat er auf sich und seinen Lebensstil zugeschnitten und sind in diesem Sinne keineswegs als Empfehlung für andere Personen, die abnehmen möchten zu sehen. Sie können höchstens als Inspiration dienen, wobei letzendlich aber jede Person, die abnehmen möchte, sich individuel von professionellen Coaches beraten lassen sollte.

 

Weitere Eindrücke von Nicos Abnehm-Vorsatz:

 

About the author

Nico Brettner

Ech, Nico, kommen aus der Mëtt vun de 70er a liewe mat menger léiwer Fra an eisen 2 Kanner am Süden (just am Süde vu Lëtzebuerg).

Mat enger ganz grousser Portioun Optimismus (ech mengen do sinn ech als Kand an e Zauberdëppe voll Optimismus, getrollt) an ëmmer gudder Laun probéieren ech mäin Alldag als Hallefzäit Hausmann an Informatiker ze meeschteren.

Zënter ëmmer kämpfen ech mat Fieder a Bläistëft fir eng nach besser Welt a säit 2008 schreiwen an illustréieren ech Bicher an Artikelen.